logoblogg.de • Elektrische Zigarette 

Dienstag, 22.07.2008

Angehörigen Initiative Pro Obstipation

Oder die Geschichte vom zeitgemanagten Stuhlgang…..
Manchmal gibt es Tage, an denen ich mich ernsthaft frage, ob dieser Job wirklich das richtige für mich oder überhaupt sonst jemanden ist.
Eingangs möchte ich zunächst anmerken, dass ich es wirklich begrüße, wenn Angehörige Anteil am Schicksal ihrer im Heim wohnenden Mütter, Ehemänner, Tanten, Onkel, Schwestern oder Ehefrauen nehmen. Ich neige auch zu der Behauptung, dass viele Dinge erst dann richtig ins Rollen kommen, wenn sich Angehörige für ihre Schützlinge einsetzen.

Allerdings: manchmal ist es des Guten zu viel.

Es ist genau dann des Guten zu viel, wenn von den Pflegekräften erwartet wird, dass sie es schon irgendwie hinkriegen, den geliebten Angehörigen an seinem Geburtstag mal keinen Stuhlgang haben zu lassen, weil das ja nun mal gar nicht in die zahlreichen geplanten Aktivitäten passen würde.
Obschon die Möglichkeit einer derartigen Beeinflussung der Darmentleerung wohl an manchen Tagen auf der Wunschliste eines Pflegers oder einer Pflegerin auftaucht, geht das doch etwas zu weit.
Ausserdem: wie soll man das bewerkstelligen?

Damit vielleicht?

Kanzlertorte im Pflegeheim

Wer nun meint, dass die Kanzlerin höchstpersönlich dort erschienen oder gar eingezogen ist, liegt natürlich falsch.
Wie die yahoo-News berichten, handelte es sich lediglich um ein Geschenk der CSU an die Kanzlerin anlässlich ihres 54. Geburtstages.
Aufgrund der handlichen Ausmaße von 1,2m x 1,2m konnte die Kanzlerin ihr Geschenk aber nicht mitnehmen und zu einem Verzehr direkt vor Ort fehlte wohl die Zeit.
Sehr gefreut haben sich dagegen die Bewohner eines Ingolstädter Seniorenheimes und ein paar Waisenkinder, die es wohl trotz der immer propagierten Mangelverpflegung nicht geschafft haben, dieses Geschenk vollständig zu vertilgen.

Sozial ist, was satt macht.

Montag, 21.07.2008

Totgesagte leben länger

Irgendwie geht es hier immer nur im "fast"-Jahresrythmus weiter, aber es geht weiter.
Die letzten Monate waren doch sehr von vielen persönlichen Veränderungen geprägt und zum bloggen blieb überhaupt keine Zeit. Beruflich (natürlich in der Pflege) hat sich viel ereignet und verändert und man hat so viel eigentlich Erwähnenswertes erlebt, dass es höchste Zeit ist, hier mal wieder etwas aktiver zu werden. Besonders erstaunlich finde ich, dass ich wohl sogar im Januar diesen Jahres einen Leser hatte. Dieses Ereignis ist völlig an mir vorüber gegangen.
Grundsätzlich lässt sich einleitend für alle weiteren Einträge schreiben, dass natürlich nicht vieles besser geworden ist, dafür aber vieles schlimmer.
Und mit der nötigen Portion Zynismus kann man auch auch weiterhin in diesem Beruf glücklich und reich werden überleben.

Bis bald!

Montag, 10.09.2007

Absolut mies.....

Die liebe Politik fordert mal wieder.
Was sie fordern? Natürlich eine strengere und engere Kontrolle von Pflegeeinrichtungen.
In diesem Artikel bei Newsclick ist es mal wieder sehr schön aufgezählt, was so alles in bundesdeutschen Pflegeeinrichtungen schief läuft. Jeder zehnte Bewohner nehme demnach Schaden durch miese Versorgung.
Das ist in der Tat bedenklich und kein guter Zustand.

Wer aber jetzt wieder alles auf die miese Pflege schieben will, ist doch völlig auf dem Holzweg. Wenn nicht endlich mal tiefgreifende strukturelle Veränderungen in der Pflege und vor allem in deren Finanzierung vorgenommen werden, wird das alles eher noch schlimmer werden.
Ausserdem: worin liegt es denn begründet, dass die durchschnittliche Verweildauer von Altenpflegern in ihrem Beruf bei nur knapp 5 Jahren liegt?
Vielleicht sollte man da auch mal drüber nachdenken.

Sonntag, 26.08.2007

5-jähriger rettet Heimbewohnr aus Erdloch

Wer nun meint, dass mit dem Erdloch das Pflegeheim gemeint ist, sollte sich schämen. Zwar haben manche Pflegeheime durchaus ein etwas erdlochartiges Ambiente, in diesem Fall verhält es sich doch etwas anders.
Wer weiß schon, was der augenscheinlich an Demenz erkrankte Mann dort in dem Erdloch durchlebt hat?